
Laurence Aellion
Aeillons Werk spiegelt einen natürlichen und kraftvollen ästhetischen Sinn wider, der nicht frei von einer tiefen Umweltbotschaft ist. Ihre eleganten 3D-Teppiche aus Kunststoffgarn und Installationen, die Unterwasserwelten heraufbeschwören, vermitteln eine starke Botschaft durch einen raffinierten Prozess der Materialsublimation, der als Ästhetisierung von Abfall beschrieben werden könnte.
In meiner Arbeit erkunde ich die feine Grenze zwischen dem Künstlichen und dem Natürlichen, wo jedes Plastikfragment zum Zeugen der Menschheit in Spannung mit ihrer Umwelt wird. Mein Ansatz hinterfragt, wie wir das Objekt wahrnehmen: Ist es ein einfaches Werkzeug, das zur Zerstörung bestimmt ist, oder kann es einen Teil unseres Wesens, ein Spiegelbild unserer Zeit, verkörpern? Indem ich diese weggeworfenen Materialien transformiere, möchte ich sie zu Symbolen erheben, nicht nur unserer Überflussgesellschaft, sondern auch unserer Fähigkeit, aus scheinbar wertlosen Dingen Bedeutung zu schaffen. Meine Arbeit befasst sich mit der Idee der Resilienz und beschwört die Möglichkeit herauf, unsere Beziehung zur materiellen Welt neu zu gestalten. Somit lade ich zu einer tieferen Reflexion über die Wechselbeziehung zwischen Menschheit, Natur und Materie ein, während ich die Grenzen unseres ökologischen und kulturellen Einflusses hinterfrage.
Verwendetes Material, Technik, Träger:
Rote Plastik-Lebensmittelnetze: Schlauchgewebe, Raschelgewirke, gewebte Netze. Stahlgeflecht. Die Materialien werden aufgetrennt oder thermisch bearbeitet und dann zu einem Korallenteppich zusammengefügt.
Beschreibung des Kunstwerks:
Dieses Werk, das an einen Wandteppich erinnert, offenbart beim Näherkommen seine plastische Natur. Bestehend aus vielfältigen Formen und Texturen, die an Korallen erinnern, tritt es aus der Wand hervor, um einen Effekt von Bewegung und Tiefe zu erzeugen. Das intensive Rot zieht den Blick auf sich, während die Vielfalt der Komponenten aus Plastikabfall zu einer detaillierten visuellen Erkundung einlädt. Die Verwendung von Plastikabfall zur Schaffung organischer Formen schafft einen Kontrast zwischen der industriellen Kälte der Materialien und der Weichheit der von der Natur inspirierten Formen, wodurch eine subtile Kritik an unseren Umweltauswirkungen hervorgehoben wird.




