GESTALTEN (Formen)

Madeleine Brunnmeier

Menschen und Kleidung als temporäre Skulpturen, um die Beziehung zwischen dem, wer wir sind, und dem, was wir besitzen, zu zeigen. Jenseits der Bedeutung, die Kleidung für eine Person hat, fällt es dem Betrachter schwer, nicht an Fast Fashion zu denken. Brunnmeier hat ein zutiefst berührendes Werk geschaffen, dessen visueller Eindruck einen verblüfft, fasziniert und schockiert zurücklässt.

Ob ich mit Fotografie, Installation oder anderen Medien arbeite, ich werde von der Neugier angetrieben, den Alltag zu erkunden und die Grenzen zwischen dem Gewöhnlichen und dem Außergewöhnlichen zu verwischen. Mein Hintergrund an der Universität der Künste Berlin und der Musashino Art University Tokio hat meinen interdisziplinären Weg geprägt, die nuancierten Beziehungen zwischen Individuen und ihrer Umgebung sowohl beobachtend als auch konzeptuell zu erforschen, während ich zwischen fiktiven Erzählungen und forschungsbasierten Ansätzen navigiere—oft mit einem subtilen Sinn für Humor. Indem ich vertraute Objekte wie Brot, Kleidung oder sogar meinen eigenen Körper in suggestive Symbole verwandle, lade ich die Betrachter ein, ihre Verbindung zur Welt um sie herum zu überdenken und die verborgenen Erzählungen zu erkunden, die im Gewebe des Alltagslebens eingebettet sind.

www.madeleinebrunnmeier.de

Verwendetes Material, Technik, Träger:

Das Werk „Gestalten“ zeigt Fotografien temporärer Skulpturen, die aus Menschen und all ihren Kleidungsstücken bestehen. Als ein
alltäglicher Begleiter ist unsere zweite Haut ebenso präsent wie unsichtbar. Sie ist ein Kommunikationsmittel, ein Ausdruck von Status, ein Archiv, ein
Schutz und ein Lebensraum. So nah an unserem Körper fungiert Kleidung als ein *Germany Spiegel des Inneren und eine Grenze zur Außenwelt. Indem sie den Körper durch eigene Kleidung erweitert, treten die Kleidungsstücke in den Vordergrund, aber als Material, als Teil des Körpers und seiner Geschichte, als vielfältiger Stellvertreter der Person. Eine Masse an Identität, Kultur und Erinnerung, ein Archiv einer Zeitperiode.