Die Ausstellung entstand 2008 aus einer Idee der Kulturvereinigung La luna al guinzaglio, in Potenza. Das Kollektiv, 2003 gegründet und bereits besonders sensibel für Umweltfragen, hatte die Wiederverwertung von kaputten Objekten als eine poetische Art gewählt, soziale Gruppen zu erzählen und sich auf sie zu beziehen. Die Patamachines sind das Ergebnis der Begegnung zwischen Pataphysik (die Wissenschaft der imaginären Lösungen, von Alfred Jarry am Ende des 19. Jahrhunderts theoretisiert) mit der Wiederverwertung von WEEE (Elektro- und Elektronikaltgeräte). Um einer interaktiven Ausstellung Leben einzuhauchen, bezog das Kollektiv verschiedene Personengruppen in Fokusgruppen und kollektive Reflexionen ein und schuf so wahre thematische Treffen, ausgehend von einer gemeinsamen Frage: welche imaginäre Maschine würdest du gerne erfinden, um welches Problem zu lösen? Nach der Entstehung der Ausstellung führten dieselbe Frage und derselbe Ansatz zu einem reisenden Workshop zur Problemlösung, in dem Sozialarbeiter, Justizvollzugsanstalt-Mitarbeiter und Menschen mit besonderer psycho-sozialer Fragilität daran beteiligt waren, Patamachines mit WEEE zu erfinden, ausgehend von ihren gemeinsamen Problemen. Die Ausstellung ist heute noch aktiv und aktueller denn je; sie ist auch zu einem illustrierten Katalog geworden.
Website: Le Patamacchine.it




