NICHT SO LANGE HER, NICHT SO WEIT HER (Not So Long Ago, Not that Far Away )

Kama Jackowska

In Monnets Werk wird der „dynamische“ Aspekt des Maßbandes, das gefaltet oder ausgezogen werden kann, im Kunstwerk erhalten und vervielfacht. Die Größenänderung der Lampe macht sie anpassungsfähig an verschiedene Räume: Das Ergebnis ist ein lustiges, hypnotisches Designobjekt, das sich durch hohe ästhetische Freude auszeichnet.

Meine Arbeiten sind experimentelle Siebdrucke, bei denen der Druckprozess ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses ist. Ich behandle jeden Siebdruck wie einen Pinsel und schaffe einzigartige, oft über 20-schichtige Werke, die auf verschiedenen Papieren und Stoffen gedruckt werden. Ich erforsche die Grenzen zwischen Malerei und Grafik, Bild und Objekt. Meine Arbeiten stellen ein kontinuierliches Recycling von Gedanken und Materialien dar. Sie entstehen über viele Monate, in extremen Fällen sogar Jahre. Als Künstlerin und Archäologin interessiere ich mich für den Lauf der Zeit und wie materielle und immaterielle (emotionale) Überbleibsel vergangener Ereignisse in unserer Umgebung fortbestehen und uns beeinflussen.

www.kamajackowska.com
_IG: @kamajackowska_art

Verwendetes Material, Technik, Träger:

Ein einzigartiger Siebdruck, gedruckt auf Papier, das ich aus gebrauchten Teebeuteln wiedergewonnen habe (die rostigen Verfärbungen sind genau die Spuren des Tees). Die Drucke sind über kubische Styrodur-Elemente gewickelt – ein Material, das auf Baustellen zur Gebäudeisolierung verwendet wird. Das in der Arbeit verwendete Styropor ist Abfall von Baustellen.

Beschreibung des Kunstwerks:

In meinem Kunstwerk „Not So Long Ago, Not that Far Away“ habe ich Fotos von mir nahestehenden Personen verwendet, mit denen ich Gespräche über verschiedene schwierige Angelegenheiten geführt habe. Diese Gespräche waren mir so wichtig, dass ich sie bis heute, auch nach Jahren, in Erinnerung behalte. Diese Arbeit, die zeitweise eine herausfordernde und emotionale Zeitreise war, ist auch meine Hommage an sie.

In dieser Arbeit habe ich Papier aus gebrauchten Teebeuteln verwendet. Denn Teetrinken begleitet oft Gespräche. Und neben den Gedanken, die im Kopf verweilen, sind die Teebeutel ihre materielle Spur.