
Anna Krenz
Anna Krenz in ihrer Sinus_3 Designstudio und Think Tank, 1999 von ihr selbst und Marzena Zajączkowska gegründet, hat seinen Sitz in Berlin und Poznań. Sie sind spezialisiert auf die Gestaltung von Räumen durch Architektur, Kunst und Video. Ihre Projekte konzentrieren sich auf nachhaltige Architektur, engagierte Kunst und Stadtforschung, mit Erfahrung in Polen, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Russland. Sinus_3 agiert grenzüberschreitend und betont die Rolle der Kunst als Gewissen der Menschheit.
Anna zeigt ein starkes Engagement für Umweltschutz durch ihren Fokus auf nachhaltige Architektur und Design. Das Studio integriert umweltbewusste Prinzipien in seine Projekte und betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit sowohl in der Stadtentwicklung als auch im künstlerischen Ausdruck. Ihre Arbeit untersucht, wie Architektur und Kunst auf ökologische Herausforderungen reagieren können, indem sie innovative Lösungen integriert, die die natürliche Umwelt respektieren und verbessern. Durch die Verbindung von Kreativität mit Umweltverantwortung strebt Sinus_3 danach, zu einer nachhaltigeren und harmonischeren Beziehung zwischen Mensch und Planet beizutragen.
Verwendetes Material, Technik, Träger:
Die Künstlerin verwendete eine weiße Porzellan-Kaffeetasse mit Untertasse von KPM (Königliche Porzellan-Manufaktur – Royal Porcelain Factory in Berlin), die sie bei eBay gekauft hatte. Der Tassenrand wurde mit einem kleinen Metallhammer bearbeitet, einem Geschenk des Vaters der Künstlerin vor vielen Jahren. Zwei rote Zuckerwürfel wurden ebenfalls verwendet; die Künstlerin nahm zwei unbenutzte Zuckerwürfel aus einem Café und bemalte sie mit einem geliehenen Spray rot.
Werkbeschreibung:
Als polnische Künstlerin, die in Deutschland lebt, arbeite ich mit Geschichte. Objekte akkumulieren permanent die Erinnerung an die vergangenen Jahre und geben ein physisches Zeugnis von historischen Traumata, von politischen Transformationen. Das deutsche Wort „Verlust“ bedeutet „loss“, „Lust“ bedeutet „desire“. Die zerbrochene Tasse ist ein bittersüßes Symbol für das, was in der deutsch-polnischen Geschichte und den Beziehungen zerbrochen und verloren gegangen ist. Dieses wiederverwendete und künstlerisch transformierte Objekt soll uns daran erinnern, nicht dieselben Fehler zu machen, da sich die Geschichte gerne wiederholt. Werden wir das, was wir verloren haben, wiedererlangen? Wird sich die Geschichte wiederholen? Eine von zwei Tassen aus der verLUST-Serie. Die zweite Tasse wird in der Ausstellung „Freiheit, Gleichheit, Solidarität“ (Stadtmuseum, 2024) ausgestellt.




