Emanuel Wolfstrin vergrößert Abfall, indem er ihn sammelt und zu Szenen mit potenten sozialen und ökologischen Botschaften arrangiert. Die Tür zu seiner Werkstatt steht allen Bewohnern des inspirierenden und lebhaften Belleville-Viertels in Paris immer offen. Hier empfängt er jeden in seinem farbenfrohen, spielerischen und nachdenklichen Universum von Kunstwerken, die aus verschiedenen Arten von Plastik-, Metall- und Holzabfällen gefertigt sind. Sowohl seine einladende Haltung als auch die Objekte – Zeugen oder Überreste einer Vielzahl menschlicher Aktivitäten – verwandeln diesen Ort in eine urbane Insel der Inklusivität und Vielfalt.
Seine Praxis dient auch als Beispiel dafür, wie das Sammeln von Abfall zu einer kollektiven Aktivität werden kann, an der Freunde und Familie teilnehmen. Seine sich ständig weiterentwickelnde Palette an Abfallmaterialien wird zu zeitgenössischen Reliefinstallationen arrangiert, die oft auf weißen Holzplatten befestigt sind, die an die traditionelle Art der Malerei auf Leinwand erinnern. Wenn vertrauter, alltäglicher Abfall aus diesen Installationen hervortritt, werden wir mit einer ironischen Interpretation und einer starken Kritik unserer zeitgenössischen Gewohnheiten konfrontiert, riesige Mengen an Plastik, Papierverpackungen und unbenutzten Gegenständen anzuhäufen und zu entsorgen.




