
Nadja Monnet
In Monnets Arbeit wird der „dynamische“ Aspekt des Massbands, das sich zusammenfalten oder ausziehen lässt, im Kunstwerk beibehalten und vervielfältigt. Die Grössenveränderung der Lampe macht sie an verschiedene Räume anpassbar: Das Ergebnis ist ein lustiges, hypnotisches Designobjekt, das sich durch hohe ästhetische Freude auszeichnet.
Mein beruflicher Hintergrund wurzelt in der Holzbearbeitung, da ich eine Lehre als Cembalobauerin abgeschlossen habe. Nach der Erziehung meiner vier Kinder wechselte ich vom Handwerk zur Kunst und studierte Bildhauerei. In meiner künstlerischen Praxis verwende ich oft triviale Materialien, manchmal sogar Abfall. Mein Ausgangspunkt ist immer Faszination oder Neugierde. Während des kreativen Prozesses konzentriere ich mich auf ein bestimmtes Phänomen und wende meist traditionelle, aber unkonventionelle Techniken an. Ich bin an aufwändigen Arbeitsprozessen interessiert, da sie mir ein breites Forschungsfeld eröffnen. Ich bin auch von Strukturen und Ordnung angezogen, geniesse den Prozess der Standardisierung und entdecke dann Abweichungen darin, die Vielfalt und Diversität offenbaren.
Verwendetes Material, Technik, Träger:
gebrauchte Meterstäbe, Schrauben und Muttern, Metallfuss, Glühbirnen
Beschreibung des Kunstwerks:
Das Basismaterial dieser Stehleuchte sind viele zerbrochene Meterstäbe. Die einzelnen Elemente wurden in einem rautenförmigen Muster um eine Lichtquelle auf einen Metallfuss geschraubt. Da das Gitter beweglich ist, kann die Lampe zusammengepresst oder auseinandergezogen werden.
Das bedeutet, dass sie verschiedene Formen annehmen kann, von hoch und schmal bis niedrig und bauchig oder sogar zur Seite geneigt.




